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Pädagogisches

Unser Selbstverständnis

 

“Schule für alle”

Die Grundschule Klenkendorfer Mühle ist eine Schule für alle Kinder ihres Einzugsgebietes in der Gemeinde Gnarrenburg. Die Lebensbereiche, aus denen unsere Kinder kommen, spiegeln die Verschiedenheit traditioneller und moderner Lebensformen einer ländlichen Bevölkerung wider. Die Kinder kommen mit vielfältigen individuellen und kulturellen Lebenserfahrungen an unsere Schule, bereichern mit ihrer Persönlichkeit unser Schulleben und werden gleichzeitig Teil einer Schulgemeinschaft.

Innerhalb unserer Schulgemeinschaft herrscht ein Klima, das von Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Unsere Schule ist keine „Lernfabrik“, sondern wir legen großen Wert auf ein gemeinsames Grundverständnis, indem sich allgemeine Erziehungsziele unter Einbeziehung des Elternhauses verbinden lassen mit einem Bildungsverständnis, das Kinder auf ihrem individuell kognitiven, sozial – emotionalen Lebensweg fördert und fordert.

Aus dieser Überzeugung, eine “Schule für alle Kinder” sein zu wollen, leitet sich ein pädagogischer Doppelauftrag von Erziehungs- und Unterrichtsaufgaben ab.

  • Kinder sollen ihre individuellen Fähigkeiten, Begabungen und soziale Kompetenzen erkennen und weiter entwickeln.
  • Kinder sollen die Beherrschung der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) aufbauen, sichern und in ihrem Lern- und Leistungsvermögen unterstützt werden.

Die Anerkennung eines jeden Menschen in seiner Eigenart, gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz werden an unserer Schule gefördert und gefordert.

Die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und deren schulischer Erfolg sind ein von uns allen getragenes Anliegen.

Sofern sonderpädagogische Förderstunden (s. Integration) zur Verfügung gestellt werden und wir damit dem Integrationsauftrag gerecht werden können, nehmen wir Kinder mit allen Behinderungsarten auf.

Nach Absprache mit den Grundschulen Kuhstedt und Karlshöfen in der Gemeinde Gnarrenburg können Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an unserer Schule integrativ beschult werden. Ebenso kann eine Beschulung von Kindern unserer Schule aus pädagogischen und/oder sozial-emotionalen Gründen auch an den Nachbargrundschulen erfolgen.

 

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Kollegium/ Jahrgangsteams

Auch angesichts eng gesteckter Rahmenbedingungen zeigt sich das Kollegium offen für eine innere Schulentwicklung und ist bereit, einen Beitrag zur kreativen Umsetzung von Reformen zu leisten.

  • Lehrkräfte entwickeln die pädagogisch-professionelle Identität der Schule gemeinsam und mit Eltern weiter.
  • Lehrkräfte arbeiten eng in Jahrgangsstufen –Teams zusammen.
  • Praktikanten und Junglehrer werden fachlich und methodisch kompetent ausgebildet und partnerschaftlich in den Schulalltag eingebunden.
  • Fachleute und Therapeuten werden zu Rate gezogen, um den individuellen Bedürfnissen einzelner Kinder entsprechen zu können.
  • Alle Lehrkräfte sind bereit, Integrationsklassen zu führen, sofern die zur Verfügung gestellten Stunden dem sonderpädagogischen Förderbedarf des Kindes gerecht werden.

Offene Klassenräume

„Offene Klassenräume“ heißt bei uns mehr als nur ein Offenhalten der Tür des Klassenzimmers. Wir begegnen uns an unserer Schule mit pädagogischer und „weltanschaulicher“ Offenheit, die auf Vertrauen und Wertschätzung beruht.

Unsere Klassen sind offen .....

  • für gegenseitige Hospitationen und Anregungen, um unsere Unterrichtsqualität zu steigern.
  • für Fachleute (z. B. der Förderschulen, der Mobilen Dienste), um Kinder individuell unterstützen zu können.
  • für Junglehrer und Praktikanten, damit sie Erfahrung sammeln können.
  • für Eltern, die an Unterrichtsprojekten mitwirken und/ oder Einblicke in den Schulalltag ihrer Kinder gewinnen möchten.
  • für „Spezialisten“, die den Unterricht durch Fachwissen bereichern (z.B. Feuerwehr, Polizei).
  • und für klassenübergreifende Aktivitäten und Lernvorhaben, um den Kindern über den Klassenverband hinaus neue Erfahrungs- und Lernwelten aufzuzeigen.

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Unterrichtsaspekte (Methodenkonzept)

 

In den Fachkonferenzen wurden für alle Fächer schuleigene Lehrpläne erstellt, die unserer Arbeit zugrunde liegen. Hierin werden unter anderem Arbeitsmethoden genannt, die die Schüler anhand des Unterrichtsstoffes erlernen sollen.

Unter Berücksichtigung der Unterschiedlichkeit der Klassen und der Lehrer/innen mit ihren Stärken und Vorlieben, ist es für uns von außerordentlicher Bedeutung, die Kompetenzen jedes Einzelnen zu nutzen, um den Bedürfnissen der Kinder möglichst nahe zu kommen und gerecht zu werden. Das methodische Konzept, das sich daraus ergibt, stellt für uns auch eine Form wichtiger und unabdingbarer pädagogischer Freiheit dar:

Wir halten es für erstrebenswert, dass eine Klassenleitung über die gesamte Grundschulzeit von einer Lehrkraft geführt wird. Auf diese Weise wird eine hohe Konstanz bei Arbeitsweisen und Umgangsformen erreicht, die das Zusammenwachsen und die Entwicklung von Gruppen besonders fördert.

Wir sehen die Jahrgänge 1/2 und 3/4 als Entwicklungseinheiten an. Jede Lehrkraft hat die Freiheit, die Unterrichtsinhalte und die zu erlernenden Kompetenzen in diesen Einheiten in der zeitlichen Abfolge selber festzulegen.

In allen Fächern - bis auf Mathematik als Lehrgangsfach - werden standardmäßig keine Lehrwerke benutzt. (Es werden allerdings Klassensätze vorgehalten, um auch schwerpunktmäßig die Arbeit mit dem Buch anzuleiten.) Das ermöglicht uns, die Themen und Vorgehensweisen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Klassen sehr genau auszurichten. Das erfordert zwar ein hohes Maß an Engagement, denn Material und Arbeitsblätter müssen zu diesem Zweck häufig selbst angefertigt werden, ermöglicht aber auch eine gezielte Motivierung, die für Lernerfolge unerlässlich ist.

Für den Erstleseunterricht bedeutet der Verzicht auf Lehrwerke auch eine Entscheidung gegen eine Fibel. Wir arbeiten mit freien Lehrgängen, die sich an das Konzept von Dr. Jürgen Reichen „Lesen durch Schreiben“ anlehnen (s. auch Schriftspracherwerb).

Handlungsorientierter Unterricht, Lernen an Stationen und Gruppen- und Partnerarbeit unterstützen ebenfalls die Motivierung, Kreativität und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler, weil sie dabei ihr Arbeiten und Verhalten selbst steuern müssen. Hierbei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Grundschulunterricht überhaupt durch Methodenwechsel gekennzeichnet ist.

Um auch im organisatorischen Ablauf des Vormittags größtmöglichste Freiräume für die Unterrichtenden zu schaffen, gibt es während der Kernzeit von 8.00 – 11.25 Uhr nur nach Doppelstunden ein Klingelzeichen. Sofern es sich nicht um einen Fachlehrerwechsel handelt, kann innerhalb dieser „Blockstunden“ die Kurzpause von der Lehrkraft zeitlich frei gewählt und somit den Lernphasen genau angepasst werden.

 

 

Handlungsorientierter Unterricht

Handlungsorientierter Unterricht erfordert ein bestimmtes Selbstverständnis von Lernenden und Lehrenden. Schule soll nicht nur „Lernfabrik“ sein, sondern Schulleben soll von allen Beteiligten aktiv mit gestaltet und zu einem kreativen Lebensraum werden.

Im Mittelpunkt des handlungsorientierten Unterrichts steht die Vorstellung vom vernünftigen, sinnvollen und zielgerichteten Handeln. Die Lernenden sollen zum selbstständigen Handeln ermuntert werden und an der Gestaltung eines aktiven Schullebens teilnehmen. Dadurch sollen Handlungskompetenzen erwachsen, die es ihnen ermöglichen, aktiv und kreativ an der Gestaltung auch außerschulischer Lebenswelten teilzunehmen. Dieses erfordert, dass Schulalltag auch außerhalb von Schule stattfindet und Schule die „Außenwelt“ (konkret z.B. Schulgarten, Erkundungsgänge, Besichtigungen, Waldtage, Klassen – und Theaterfahrten)  einbezieht. Den Lernenden sollen die jeweiligen Bezugspunkte zwischen Unterricht und eigener Erfahrungswelt im Unterrichtsgeschehen aufgezeigt werden. 

Handlungsorientierter Unterricht ist ein ganzheitlicher Unterricht. Bei der Unterrichtsplanung kommt somit den Aspekten „Kopf, Hand und Herz“ (Denken, Handeln, Fühlen) eine zentrale Bedeutung zu.

In allen Klassen wird Wert auf handlungsorientierten und fächerübergreifenden Unterricht gelegt. Entsprechend der Lernvoraussetzungen der jeweiligen Klasse haben handlungsorientierte Phasen (z.B. Partner-, Gruppen- und Einzelarbeit) einen festen Platz im Verlauf eines Schulvormittages.

In allen Klassen sind Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Dies erfordert differenzierte Aufgabenstellungen und Lernangebote. Da im handlungsorientierten Unterricht nicht alle zur gleichen Zeit das Gleiche machen (müssen), ermöglicht dies Lehrenden und Lernenden individuelle Aufgaben zu vereinbaren, welche dann allerdings vom Kind unter (weitgehend) selbstständiger Planung und Organisation zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt werden müssen. Dadurch können bei jedem einzelnen „neue“ Kompetenzen erwachsen, die zu einer individuellen Lern- und Persönlichkeitsentwicklung beitragen. 

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Fördern/ Fordern/ Integration
 

rderunterricht

 

Förderung kann vielfältig stattfinden: binnendifferenziert, durch äußere Differenzierung, qualitativ oder quantitativ, durch die Bereitstellung angepassten Materials.

Vorschulische Förderung, Förderung aufgrund herkunftsbedingter Defizite (z.B. Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund) oder aufgrund von Defiziten im schulischen Lernstoff sind weitere Einteilungsmöglichkeiten. Auch die Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung kann einen inhaltlichen Schwerpunkt darstellen.

 

Binnendifferenzierte Förderung

Binnendifferenzierte Förderung liegt in der Planung und im Ermessen der jeweiligen Lehrkraft. Sie kann qualitativ durch veränderte Anforderungsniveaus als auch quantitativ durch die Menge gleichartiger Aufgaben stattfinden. Auch der Einsatz von zusätzlichem Anschauungsmaterial, individuell aufbereiteten Arbeitsblättern oder besondere Zuwendung der Lehrkraft ist eine Form der Binnendifferenzierung. Die Lehrkraft bestimmt aufgrund genauer Beobachtung der Schüler während des Unterrichts, der Lernentwicklungsbögen und nach Anfrage von Schülern oder Eltern über Art, Dauer und Umfang der Förderung.

 

Äußere Differenzierung

Äußere Differenzierung findet in Förderstunden außerhalb der regulären Unterrichtsstunden statt. Diese Stunden werden normalerweise in den Randstunden am Ende des Tages erteilt. Zu unterscheiden sind Förderstunden aufgrund von Lernrückständen in den Fächern Deutsch oder Mathematik, die vorschulische Förderung, die Sprachförderung aufgrund herkunftsbedingter Defizite und die Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung. Die vorschulische Förderung und die Sprachförderung für Migrationskinder werden gesondert beschrieben (s. Konzept zu Sprachfördermaßnahmen).

 

Förderstunden aufgrund von Lernrückständen

Förderstunden aufgrund von Lernrückständen können klassenübergreifend oder klassenintern unterrichtet werden. Die Lehrkraft, die die Förderstunden erteilt, ist oft nicht die Lehrkraft, die auch den regulären Fachunterricht erteilt. Eine intensive Absprache der beteiligten Lehrkräfte ist daher eine Bedingung für ein optimales Fördern der Schüler in diesen Stunden.

Ziel dieser Förderstunden ist es, Unterrichtsinhalte, die die Schüler noch nicht verstanden haben, auf andere Art aufzuarbeiten und somit eine Sicherung dieser Inhalte zu erreichen.

Da diese Stunden im Randbereich liegen und die Schüler oft vielfältigere Anschauung benötigen, ist ein handlungsorientierter Unterricht, der mehrere Sinne anspricht, sinnvoll. Die Dauer der Teilnahme am Förderunterricht kann flexibel gestaltet werden. Sie kann kurz gewählt werden, um für Stabilität in einem Teilbereich zu sorgen oder auch längerfristig angelegt werden, um Defizite aufzuarbeiten bzw. größere Inhaltslücken zu füllen.

 

Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung

Für jeden Schüler mit dem Förderstatus "sozial-emotionale Entwicklung" können bis zu drei Förderstunden beantragt werden, die von Kollegen/innen der eigenen Schule erteilt werden. Zusätzlich kann dem Schüler für ein halbes Jahr ein Nachteilsausgleich (zieldifferenter Unterricht) gewährt werden, ohne dass Förderbedarf festgestellt wurde.

Die konzeptionelle Vorgehensweise der Förderung ist nach den jeweiligen - teilweise hochgradig labilen - Dispositionen des Kindes auszurichten. Die zugeteilten Stunden können als Einzel- oder Gruppenförderung genutzt werden. Auch kann die zusätzliche Lehrkraft in einigen Stunden den Klassenunterricht unterstützen.

Ziel dieser Förderung ist es, dem Schüler Verhaltensweisen zu zeigen, mit deren Hilfe er sein Verhalten reflektieren und steuern kann, so dass er konfliktfrei am Unterricht und an den Pausen teilnehmen kann, die Lerngruppe nicht beeinträchtigt wird und er altersgerechten Kontakt zu Schülern seiner Klasse/Schule aufnehmen kann. Eine Stärkung des Selbstbewusstseins ist hierfür erforderlich.

Die Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung wird von RobUs (Rotenburger Unterstützungssystem) begleitet. Speziell ausgebildete Förderschullehrer unterstützen den Klassenlehrer bei Fragen und Problemen. Sie können zu Hospitationen im Unterricht mit anschließender Beratung eingeladen werden.

 

 

Forderunterricht

Die Stundenzuweisung für den Forderunterricht hängt von den zur Verfügung stehenden Überhangstunden ab.

Wenn möglich setzen wir ihn in den höheren Klassen im Deutsch- und Mathematikbereich für besonders leistungsstarke SchülerInnen – ggf. auch klassenübergreifend - ein. Knobelaufgaben, spezielle mathematische Fragen, Sprachbetrachtung usw. können Schwerpunkte eines solchen Unterrichtes sein.

Die Einteilung zum Forderunterricht wird von den Fachlehrern der jeweiligen Fächer vorgenommen. Die Absprache über die Inhalte des Forderunterrichts erfolgt ebenfalls durch die beteiligten Lehrkräfte.

Die inhaltlichen und methodischen Ansprüche gehen über die Angebote des Regelunterrichtes hinaus.

SchülerInnen, die für diesen Forderunterricht ausgewählt wurden, nehmen verpflichtend daran teil. Andere interessierte Kinder können, soweit es die Teilnehmerzahlen zulassen, ebenfalls von diesem Forderangebot Gebrauch machen.

 

Ziel des Forderunterrichts ist es, durch das erhöhte Anforderungsniveau und die andere Art der Aufgabenstellung die Lernmotivation zu verstärken, das Entwickeln komplexerer Lösungswege zu ermöglichen und eigene Leistungsgrenzen zu suchen.

 

 

 

Sprachförderuntericht

Allgemein

Der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache, die die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen besuchen oder ohne Schulabschluss die Schule verlassen, ist auffällig hoch. Die PISA - Studie weist darauf hin, dass Kinder, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, in der Schule im Lernen stark beeinträchtigt sind.

Da Sprachbeeinträchtigungen zu Lerndefiziten führen und in Folge daraus sonder-pädagogischer Förderbedarf erwachsen können, ist es wichtig, diesem Prozess möglichst frühzeitig entgegen zu wirken. Das Niedersächsische Kultusministerium hat seit 2003 Sprachförderunterricht für Kinder mit nicht ausreichenden Sprachkenntnissen ein Jahr vor Schulbeginn als Präventivmaßnahme verbindlich eingeführt.

Die ersten Erfahrungen, die Schulanfänger in der Eingangsphase mit schulischem Lernen und Anforderungen gewinnen, sind im großen Maße mitverantwortlich für die Einstellung, die jedes Kind grundsätzlich zum Lernen und zur Schule entwickelt. Die Schuleingangsphase ist damit eine Schlüsselfunktion in der Schulbiographie von Kindern. Durch die Vermeidung bzw. Reduzierung frühzeitiger Misserfolgserlebnisse kann negativen Folgen für die individuelle Lerneinstellung entgegengewirkt werden. Die Sprachfördermaßnahmen ein Jahr vor der Einschulung bieten präventiv hierzu einen wichtigen Beitrag.

 

Konzept zur Prävention von Sprach- und Lernstörungen

Die unzureichende Beherrschung der deutschen Sprache stellt zu Schulbeginn eine Hürde dar, die viele Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache - und übrigens zunehmend auch Kinder mit deutscher Muttersprache - im Anfangsunterricht erheblich behindert. 

Als eine weitere, große Hürde erweisen sich Störungen im Sprach-, Sprech- und Stimmvermögen von Kindern, die einer therapeutischen Förderung bedürfen (z.B. Aussprachestörungen, Stimmstörungen, Stottern). Die Zahl der Kinder, die bei Schulbeginn schwerwiegende Sprach- und Sprechauffälligkeiten in diesem Bereich aufweisen, nimmt im Einzugsgebiet unserer Schule stetig zu.

Nur durch eine frühzeitige, therapeutische Förderung vor Schulbeginn ist speziell für diese Kinder die Möglichkeit gegeben, mit besseren Sprachvoraussetzungen ins Schulleben zu starten und somit negative (Sprech-)Erlebnisse zu vermeiden.

Das Verfahren zur Sprachfeststellung 15 Monate vor Schulbeginn eröffnet die Möglichkeit, den Fokus auch auf diesen sensiblen Bereich der Sprach-, Sprech- und Stimmentwicklung von Kindern zu richten, der uns für unsere Arbeit im Anfangsunterricht ebenso am Herzen liegt wie die nicht ausreichend entwickelten Sprachkenntnisse bei Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache. 

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten auf Seiten der Elternschaft haben wir in Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten (siehe Kooperation) eine tragfähige Basis für eine umfassende Prävention von Sprach- und Lernstörungen entwickelt, z.B. durch:

  • den „Erstkontakt“ mit allen im nächsten Schuljahr schulpflichtigen Kindern im Rahmen der Sprachstandsfeststellung 15 Monate vor Schulbeginn.
  • intensive Beratungs- und Elterngespräche.
  • themenbezogene Elternabende (z. B. mit dem Sprachheilkindergarten Kramelheide).
  • die Einleitung therapeutischer Maßnahmen (z. B. durch Gesundheitsamt, Sprachheileinrichtungen, sonderpädagogische Überprüfungsverfahren).
  • Hospitationen in den Kindertagesstätten: Diese Hospitationen finden regelmäßig in den Herbstferien und in den Osterferien für jeweils eine Woche in den Kindertagesstätten statt. Eine Lehrerin besucht in dieser Woche die einzelnen Betreuungsgruppen und nimmt sich jeweils einen Vormittag Zeit, mit den Kindern in ihrem vertrauten Rahmen einen „normalen“ Kindergartentag zu erleben. Das Augenmerk liegt hierbei auf beiden Aspekten der Sprachfähigkeit (s.o.); zugleich fallen andere Auffälligkeiten ebenso in den Blick (z. B. besonderes Sozialverhalten, Verzögerungen in der Entwicklung). Im Anschluss findet ein Austausch mit den Erzieherinnen statt, in dem die Beobachtungen abgeglichen und - wenn dieses notwendig erscheint- auf besondere Förderschwerpunkte abgestimmt werden können. Aus den Beobachtungen, die die Lehrerin ca. sechs Monate später erneut gewinnt, lassen sich Rückschlüsse auf die (Lern-) Entwicklung einzelner Kinder ableiten, die für den Übergang zur Grundschule relevant sind. Bei besonderen Auffälligkeiten kann durch zusätzliche Hospitationen der Gesamteindruck abgerundet und ggf. weitere schulische (z.B. Mobiler Dienst) und/oder therapeutische Maßnahmen (z. B. Sprachtherapie) frühzeitig vor Einschulung eingeleitet werden.
  • Ziele und inhaltliche Konzeption des Sprachförderunterrichts

    Der Sprachförderunterricht soll den Kindern die deutsche Sprache spielerisch vermitteln, so dass sie mit Freude und ohne Erfolgsdruck in einer vertrauensvollen Atmosphäre die neue Sprache erlernen bzw. erweitern können. Die Unterrichtsinhalte werden flexibel gestaltet, da sie sich an den persönlichen Erlebnissen der Kinder oder an aktuellen Ereignissen orientieren sollen.

    Der Unterricht beinhaltet die Förderung nachfolgender Bereiche:

    Entwicklung von Sprachbewusstsein

    • Sprachgebrauch - Entwicklung des Wortschatzes (Wortverständnis), Wortschatzübungen: Der Wortschatz wird, wenn möglich, im Zusammenhang eingeübt, z. B. durch Bildkarten, Geschichten, Hörspiele, Memorys, Lernspiele.
    • Grammatik (Satzbau), Aussprache (Lautung, Intonation)
    • Redefähigkeit (genaues und deutliches Sprechen)
    • Sprechen wird durch Handeln begleitet
    • Schwerpunkte des Sprachförderunterrichts bilden die Übungen zum Hör-Verstehen, z. B. Geschichten, Umsetzen von Arbeitsanweisungen, Anmalaufgaben sowie das Schaffen von Anlässen zum häufigen Sprechen, z. B. in Form von Erzählrunden, Bild- und Buchbetrachtungen.

    Folgende entwicklungsspezifische Voraussetzungen für den Schulbesuch sollen ebenso gefördert werden:

    • Motorik
    • Sozialverhalten
    • Lernmotivation
    • Wahrnehmung

    Die inhaltliche Konzeption basiert auf den 'Didaktisch-methodischen Empfehlungen für die Sprachförderung vor der Einschulung' des niedersächsischen Kultusministeriums. Das Curriculum (S.24 ff) weist fünf Situationsfelder auf (nähere Erläuterungen können den Empfehlungen entnommen werden):

    • Ich und du
    • Sich orientieren
    • Miteinander leben
    • Was mir wichtig ist
    • Sich wohl fühlen
  • Mit Beginn des Schulbesuchs soll die Förderung in der deutschen Sprache für Kinder mit anderer Muttersprache fortgeführt werden. Hierfür kann der Schulleiter zusätzliche Stunden beantragen.

    An unserer Schule ist der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund gering. Es gibt jedoch immer mehr deutsche Kinder, bei denen der aktive Sprachgebrauch aus bekannten Gründen zu kurz kommt, deren Sprachstand in ihrer eigenen Muttersprache deshalb nicht altersgemäß ausgebildet ist und somit großen Nachholbedarf aufweist. Da das Entwickeln von Sprachgefühl und das Erweitern des Wortschatzes einen aktiven Sprachgebrauch benötigen, fassen wir diese Schüler zusammen zu einer Sprachfördergruppe.

    Neben der vorschulischen Sprachförderung und der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund gibt es noch die Sprachförderung im Rahmen des Förderunterrichts im Fach Deutsch (s. Förderkonzept).

     

     

     

    Integration

    Es gibt zwei Begriffe, die Integration beschreiben: „Nichtaussonderung“ und „Nichtausgrenzung“. Im Bereich des schulischen Lernens heißt dies, dass Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen und geistiger Entwicklung keine Förderschule besuchen, sondern gemeinsam mit Kindern ohne gravierende Einschränkungen an einer allgemeinen Schule lernen. Ziel der Integration ist eine differenzierte, individualisierte Förderung der beeinträchtigten Kinder auf der Basis des Kerncurriculums der Förderschule unter Vermeidung des Gefühles einer Ausgrenzung aus einem Teil unserer Gesellschaft. Ein hohes Maß an Gleichberechtigung und Wertschätzung soll bei allen Beteiligten angebahnt werden.

     

    Rechtliche Voraussetzungen

    Sowohl im Grundgesetz als auch im Niedersächsischen Schulgesetz lassen sich Bestimmungen finden, die die rechtliche Grundlage für Integration bilden (s. Schulgesetz §4).

    1997 stellte der erste Senat des Bundesverfassungsgerichtes mit einem Beschluss fest, dass zukünftig die schulische Integration die Regel und die Sonderbeschulung die Ausnahme darstellen solle. Es gilt also seit 1997 ein Vorrang der Integration vor der Sonderbeschulung. Dieser Vorrang ist aber an zwei Voraussetzungen geknüpft:

    • Anträge auf Integration können mit dem Hinweis auf nicht vorhandene personelle und/oder sachliche Gegebenheiten abgelehnt werden.
    • Das Lehrerkollegium kann den Wunsch von Eltern auf Integration zurückweisen.
  • Die Landesregierung ist zurzeit der Auffassung, dass sich aus den Bestimmungen von Grundgesetz und Niedersächsischem Schulgesetz kein Wahlrecht zwischen dem Besuch der Förderschule oder einer allgemeinen Schule ableiten lässt.
  • Mit der Einrichtung regionaler Integrationskonzepte und der zusätzlichen Einstellung von Förderschullehrkräften soll die Unterrichtssituation weiter verbessert werden. Derzeit wird ein neuer Grundsatzerlass zur sonderpädagogischen Förderung erarbeitet.

    Möglichkeiten der Integration und andere sonderpädagogische Förderungen finden in Niedersachsen in verschiedenen Formen statt:

    • Integrationsklassen
    • Kooperationsklassen
    • Mobile Dienste
    • Regionale Konzepte
  • Antragsteller auf eine integrative Beschulung von Kindern mit besonderem Förderbedarf im Bereich Lernen und geistiger Entwicklung sind die Eltern. Ansprechpartnerin ist zunächst immer die zuständige Grundschule und die zuständige Landesschulbehörde.
  • An unserer Schule finden die Eltern durch die Kooperation mit vorschulischen Einrichtungen diese Unterstützung und Beratung bereits ein Jahr vor der Einschulung (siehe Konzept Sprachförderung/Kooperation). Aktuell stehen einem Kind, das aufgrund einer Beeinträchtigung im Lernen integrativ an einer Schule beschult werden soll, zwei und Kindern mit Beeinträchtigung in der geistigen Entwicklung fünf zusätzliche sonderpädagogische Förderstunden zu.

    Aufgrund der Tatsache, dass die Unterrichtssituation der Hauptschulen in den letzten Jahren im Hinblick auf Integrationsmaßnahmen verbessert wurde, ist gewährleistet, dass bereits während der Grundschulzeit genehmigte Integrationsmaßnahmen an der Hauptschule weitergeführt werden können. Der Übergang von integrativ beschulten Schülern an die

    Hauptschule ist ein gemeinsames Interesse beider Schulformen unseres Schuleinzugsgebietes.

     

    Integration an unserer Schule

    Die Grundschule Klenkendorfer Mühle ist dem Integrationsgedanken eng verbunden. Seit mehr als 20 Jahren lernen und leben Kinder mit besonderem Förderbedarf gemeinsam mit anderen Kindern an unserer Schule und werden in Integrationsklassen unterrichtet. Lange Zeit nahmen wir für uns in Anspruch, eine Schule für alle zu sein. Nicht die soziale Integration stand dabei für uns im Vordergrund, obgleich es selbstverständlich wünschenswert ist, dass Kinder in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld aufwachsen können. Erfolgreiches integratives Lernen war/ist mit dem Grundverständnis verbunden, dass jedes Kind einen Anspruch und ein Recht auf optimale Lernentwicklung und individuelle Förderung hat. Als die Integration im Bildungssystem auf den Weg gebracht werden sollte, waren die Freiräume diese in den Schulen umzusetzen sehr groß. Unsere Beteiligung an dieser Schulversuchsphase war von hohem Einsatz und großer Überzeugung geprägt. Unterstützung erfuhren wir in den Anfangsjahren durch die Universität Oldenburg, die auch regelmäßig Praktikanten an unsere Schule schickte, da bei uns gelungene Beispiele der Integration in der Praxis zu beobachten waren. Zu unserem Team gehörten zu dieser Zeit eine Sonderschullehrkraft und eine pädagogische Mitarbeiterin, die beide mit voller Stundenzahl an unserer Schule tätig waren. Vor diesem Hintergrund haben wir den Beschluss gefasst Integration zu leben und dieses schon weit vor dem Jahr 1997 umgesetzt.

     

    Für Kinder mit besonderer Beeinträchtigung im Lernen und geistiger Entwicklung wurde die Unterstützung in Form von zusätzlichen sonderpädagogischen Lehrerstunden bereitgestellt, um sie in ihrem Lernen optimal unterstützen zu können. Die Anzahl der notwendigen Förderstunden fiel im Einzelfall sehr unterschiedlich aus, da sie individuell auf das betreffende Kind mit seinen besonderen Bedürfnissen abgestimmt war. Dem Anspruch, eine Schule für alle sein zu wollen, kamen wir damals recht nahe.

    Die Entwicklung in der Bildungspolitik der letzten Jahre und die Veränderungen z.B. bei den Stundenzuweisungen hat unsere Haltung zur Integration erheblich verändert. Zwar sind wir auch heute aus unserem Grundverständnis eine Schule für alle, können dies mit gutem Gewissen aber nur umsetzen, wenn die Rahmenbedingungen dies zulassen.

    Wenn wir den Aspekt der sozialen Nähe einmal außer Acht lassen und den Anspruch des Kindes auf optimale Förderung und Unterstützung im Lernen in den Vordergrund stellen, ist es offensichtlich, dass die Bereitstellung von zwei bzw. fünf Förderstunden nur für wenige Kinder mit besonderen Beeinträchtigungen als ausreichende Unterstützung angesehen werden kann. Da wir davon ausgehen, dass Kinder einen Anspruch und ein Recht auf optimale Lernentwicklung und individuelle Förderung haben, steht es mit in unserer Verantwortung zu entscheiden, ob die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen dieses für die Kinder an unserer Schule ermöglichen.

    Dies bedeutet in der Praxis, dass wir uns gegebenenfalls gegen eine integrative Beschulung einzelner Kinder aussprechen müssen, da eine bessere Unterstützung und Förderung unter den bestehenden Umständen eher an der Förderschule zu erwarten ist.

    Ist bei einem Kind nach erfolgter Überprüfung sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden, findet zeitnah eine Förderkommission statt, an der die Gutachter, eine Lehrkraft und die Schulleitung unserer Schule, die Eltern und ggf. eine Person ihres Vertrauens teilnehmen. In dieser Förderkommission verdeutlichen alle Beteiligten ihre Sichtweise und erarbeiten gemeinsam einen Beschulungsvorschlag. Dieser wird an die Landesschulbehörde weitergeleitet. Über den Beschulungsort und damit über die Durchführung einer Integrationsmaßnahme entscheidet die Landesschulbehörde.

    Pro Integrationsmaßnahme werden von der Förderschule in Bremervörde zwei bzw. fünf Förderstunden in der Woche durch eine Förderschullehrkraft bereitgestellt. Integration bietet die Möglichkeit, die zu fördernden Kinder entsprechend ihres Lernvermögen nach den Zielen der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen zu unterrichten, d.h. das sie nicht zur gleichen Zeit die Lerninhalte erlernen müssen wie die anderen Kinder der Klasse. Unser Anliegen ist, dass im Unterricht mit allen Kindern der Klasse weitgehend an den gleichen Themenbereichen gearbeitet wird.

    Lernbeeinträchtigte Kinder benötigen zusätzliche Lernangebote, direkte Hilfen und Anleitungen, die ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechen, ihre Eigenaktivität und Motivation fördern. Nur wenn die als Förderung konzipierte Tätigkeit dem Kind Freude und Spaß macht, ist eine positive Lernentwicklung zu erreichen. Die Auswahl, Zusammenstellung und die Variation der Arbeitsmaterialien obliegt den Lehrkräften.

    Nur durch eine enge Zusammenarbeit ist es möglich, eine ursachenbezogene und am erreichten Entwicklungsstand des Kindes orientierte Förderung durchzuführen. Diese Arbeit erfordert von allen ein hohes Maß an Einsatz und Engagement.

    Der Kernunterricht findet an unserer Schule in den ersten vier Stunden statt; in dieser Kernzeit wird der Einsatz von Förderschullehrern besonders benötigt. Trotz des Bemühens der Förderschule können die Stunden der Förderschullehrer häufig nicht im Kernbereich eingesetzt werden, da die Kollegen auch an der Förderschule in Bremervörde eingesetzt werden. Dies wirkt sich erschwerend auf die Gestaltung eines integrativen Unterrichtes aus und führt dazu, dass die integrativ beschulten Kinder zuweilen auch außerhalb des Klassenverbandes von den Förderschulkräften betreut werden. Dieses entspricht nicht unseren Vorstellungen von Integration, ist aber unter den gegebenen Umständen nicht immer zu vermeiden. Während der verbleibenden Unterrichtszeit steht es in der Verantwortung der Grundschullehrkräfte (Klassenlehrer/ Fachlehrer) die Integrationskinder zu fördern und zu unterstützen. Dies geschieht in gemeinsamer Absprache mit der Förderschullehrkraft.

     

     

    Prinzipien des Anfangsunterrichtes

    Kinder werden mit verschiedenen Lebens – und Lernerfahrungen in unsere Schule eingeschult. Aufgabe des Anfangsunterrichts ist es, an die unterschiedlichen vorschulischen Erfahrungen anzuknüpfen und diese für die individuelle schulische Lernentwicklung zu nutzen und auszubauen. Deshalb integrieren wir viele Elemente aus der vorschulischen Bildung der Kindergärten in unseren Anfangsunterricht (z.B. Morgenkreis, Freispiel, Gruppenarbeiten, Bewegungszeit und Frühstück). Im Anfangsunterricht wollen wir diese Erfahrungen und Fähigkeiten der Kinder individuell, handlungsorientiert und planmäßig erweitern.

    Um die Lernbedürfnisse und Lernvoraussetzungen der Kinder adäquat fördern zu können, gehen wir von folgenden Grundannahmen aus:

    • Kinder sind verschieden.
    • Kinder sollen in ihrer Selbstständigkeit, Lernmotivation und ihrem sozialen Verhalten individuell gefördert und unterstützt werden.
    • Kinder sollen nach Möglichkeit handlungsorientiert und anschaulich lernen und planmäßig ihren Erfahrungsraum erweitern (Ausbau von (sozialen) Arbeitsformen, Umgang mit Arbeitstechniken und Lern- und Freiarbeitsmaterialien).
    • Kinder sollen Schule als Lebensraum erfahren, in dem sie sich wohl fühlen und ihre (Lern-) Bedürfnisse befriedigen können.

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    Schriftspracherwerb

    Die Alltagssprache der Kinder bildet für das Erwerben der Schriftsprache die Voraussetzung. Deshalb messen wir der Sprachförderung eine große Bedeutung bei. Erzählkreise, in denen Kinder von ihren außerschulischen und schulischen Erlebnissen berichten, in denen Geschichten gemeinsam (weiter-) erzählt werden oder Arbeitsergebnisse besprochen und Ideen entwickelt werden, bieten regelmäßige Sprechanlässe. Neben dem aktiven Sprechen soll bei den Kindern - und das ist uns nicht weniger wichtig - auch das gegenseitige Zuhören gefördert werden.

    Im Alltag begegnet den Kindern in der Regel die Druckschrift. Kinder sollen Schrift „gebrauchen“ können und Schreiben und Lesen als Erweiterung ihrer individuellen Kompetenzen erfahren; als Erstschrift vermitteln wir den Kindern aus diesem Grunde die Druckschrift.    

    Die Kinder sollen von Beginn an die Vorzüge und die Notwendigkeit von Schrift entdecken und kennen lernen. Durch das Aufzeigen persönlicher Bezugspunkte zu ihrer eigenen Lebens- und Erfahrungswelt soll ihnen der Gebrauch von Schrift verdeutlicht werden. Hierzu bieten sich alltägliche Schreibanlässe wie z.B. Notizen, Briefe und eigene Textproduktionen an. Solange die Kinder noch nicht selber schreiben können, schreiben die Lehrkräfte die Äußerungen der Kinder auf, jedoch sollen die Kinder sobald wie möglich zum Spontanschreiben und zum Verfassen eigener Geschichten ermuntert werden.

    „Schreibenlernen“ lernen die Kinder an unserer Schule ohne Fibel, weil wir davon überzeugt sind, dass Fibelunterricht

    • nicht die Vielfalt der Erlebnis – und Erfahrungswelt von Kindern widerspiegeln kann.
    • aufgrund der gebotenen lesetechnischen Einfachheit meist inhaltsarm ist. Es entstehen einfache, künstliche Sätze und Texte, die weit hinter den kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten der Kinder zurückbleiben.
    • die individuellen, sprachlichen Vorerfahrungen von Kindern zu wenig berücksichtigt.
    • wichtige Bereiche der Lernmotivation außer Acht lässt, indem das große Interesse der Kinder am Schreiben weitgehend hinter dem Lesen zurück bleibt.
    • Kindern wenig vom Gebrauchswert der Schrift vermittelt. Handlungs- und erfahrungsbezogene Möglichkeiten, die zu Aktivität und Anwendung auffordern, werden zu selten aufgezeigt.

    Unser Schreibenlernen basiert auf der Methode „Lesen durch Schreiben“ von J. Reichen, mit der Kinder anhand einer Anlauttabelle lernen ein beliebiges Wort lautgetreu aufzuschreiben. Diese Methode setzt voraus, dass Kinder grundlegende Lautkenntnisse entwickeln, d.h. dass sie

    • Laute kennen und voneinander unterscheiden können.
    • Laute aus einem Wort heraushören oder Wörter, die bestimmte Laute enthalten, nennen können.
    • Lauten den entsprechenden Buchstaben ( mit Hilfe der Anlauttabelle) zuordnen können.
    • beim Sprechen ein Wort deutlich artikulieren.

    Nur wenige Kinder verfügen über ein so hohes Maß an (Sprach-) Vorerfahrung und Selbstständigkeit, dass sie diesen Prozess des Schreibenlernens ohne weitere Unterstützung durchlaufen können. Deshalb haben wir Reichens Methode „Lesen durch Schreiben“ modifiziert. 

    Unter Heranziehung des „Kieler Rechtschreib- und Leseaufbaus“  legen wir bei Schulanfängern einen besonderen Schwerpunkt auf den Ausbau der individuellen  Sprachwahrnehmungsleistungen. Neben vielfältigen Übungen zum Erkennen von Reimwörtern, zum Hören von Anlauten, zum Heraushören von Lauten aus dem gesprochenen Wort und dem Durchgliedern von Wörtern in Silben setzen wir Lautgebärden als zusätzliche Hilfen ein. Kinder mit geringen Sprachvorerfahrungen – besonders auch Kinder mit Lernbeeinträchtigungen – fällt es dadurch leichter, Erkenntniszuwächse zu erfahren.

    Unser Konzept des Schriftspracherwerbs setzt voraus, dass wir die Unterschiedlichkeit des Verlaufes der Lernentwicklung der Kinder akzeptieren. Während einige Kinder bereits umfangreiche Texte erstellen, üben andere sich noch in den Anfängen der Laut – Buchstaben – Beziehung.  

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    Hausaufgaben

    Der Stellenwert von Hausaufgaben in einer „Schule für alle“ muss sich zwangsläufig am Lernstand eines jeden einzelnen Kindes orientieren. Vom Gesetzgeber ist der Umfang von Hausaufgaben im Primarbereich auf einen Zeitaufwand von maximal 30 – 45 Minuten festgelegt.

    Im ersten Schuljahr werden Schülerinnen und Schüler an die Erstellung von Hausaufgaben herangeführt. Sie erhalten Aufgaben, die sie selbstständig ausführen können, die sie zeitlich und inhaltlich nicht über – oder unterfordern.

    Umfang und Schwierigkeitsgrad der Hausaufgaben werden in den folgenden Jahren mit zunehmender Kompetenz der Schülerinnen und Schüler dieser Entwicklung angepasst. Um eine Über- oder Unterforderung zu vermeiden, ist auch die Absprache der in einer Klasse unterrichtenden Lehrkräfte notwendig.

    Hausaufgaben können eine sinnvolle Ergänzung von Trainingsmöglichkeiten sein. Das setzt voraus, dass den Schülerinnen und Schülern Übungsform und Inhalt bekannt sind. Sie können aber auch zur Vor – oder Nachbereitung unterrichtlicher Vorhaben eingesetzt werden. Das kann zum Beispiel das Zusammenstellen von Gegenständen aus dem häuslichen Bereich für die Unterrichtsarbeit sein, aber auch das Besorgen von Informationen aus öffentlichen Einrichtungen oder das Sammeln von Pflanzen, Früchten etc. aus der Natur ihres Umfeldes.

    Selbstverständlich ist eine angemessene Würdigung der erstellten Hausaufgaben erforderlich. Dies ist sowohl aus Gründen der Motivation notwendig als auch um mögliche Unsicherheiten und Lerndefizite zu erkennen und unsinniges Üben zu vermeiden.

    Bis zum Ende des 4. Schuljahres sollte das regelmäßige, sorgfältige und selbständige Anfertigen von Hausaufgaben in einem angemessenen Umfang zu den erworbenen Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler gehören.

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    Sportunterricht und Bewegung

    Ziele

    Kinder kommen mit unterschiedlichen Bewegungserfahrungen in die Schule. Die Anzahl der Kinder, die mit Bewegungsdefiziten und den sich daraus ergebenden motorischen Auffälligkeiten eingeschult werden, nimmt stetig zu.

    Da es unser Ziel ist, die fehlenden Bewegungserfahrungen auszugleichen und individuelle Erfahrungen möglichst optimal auszubauen, setzen wir psychomotorische Schwerpunkte im täglichen Bewegungsangebot und im Klassenunterricht. Dabei stehen die Vermittlung von Freude an Bewegung und der individuelle Fortschritt im Vordergrund. Die vergleichende Leistung im Wettkampf und in Bestenkämpfen spielt eine untergeordnete Rolle.

     

    Umsetzung

    Allgemeines:

    • In der Regel erhalten alle Klassen jeweils 2 Wochenstunden Sportunterricht im Klassenverband.
    • Im 1. Schulhalbjahr wird für die dritte und im 2. Schulhalbjahr für die vierte Jahrgangsstufe Schwimmunterricht erteilt.

    Sicherheit:

    • Über körperliche Beeinträchtigungen und chronische Erkrankungen, sowie entsprechende Hilfsmaßnahmen und Notfallmedikamente müssen die Sportlehrerinnen und Sportlehrer informiert werden.
    • Befreiung vom Sportunterricht siehe Regulatives
    • Schmuck und Brillen müssen vorm Unterricht abgelegt werden (Sportbrillen und Kontaktlinsen sind zulässig).
    • Mädchen und Jungen mit langen, offenen Haaren tragen Zopfbänder.

    Alle Kinder ...

    • tragen passende Sportkleidung, die erst vor der Sportstunde angezogen  und nach der Sportstunde ausgezogen wird (keine Sportwäsche nötig,  Shorts und T-Shirts sind angemessen, kein "Schlabberlook").
    • turnen barfuß, da Schuhe die Schulung der Sinneswahrnehmungen verhindern (Einschränkung der taktilen Reize – der Greiffunktion – des Abrollens der Fußsohle – des Zehenstandes – des Gleichgewichtes). Bei zwingenden medizinischen Gründen (Fußpilz, Warzen) sollen vorübergehend Gymnastikschuhe (“Ballerinas”) getragen werden. Keine Stoppersocken!! Bei längeren Einschränkungen kann eine ärztliche Bescheinigung notwendig sein!!
  • Hygiene:
    • Das Unterhemd wird ausgezogen, damit die Kinder nicht in verschwitzten Hemden abkühlen müssen.
    • Alle Kinder spülen nach dem Unterricht die Füße ab. (kleines Handtuch zum Abtrocknen bringen die Kinder mit).

    Klassenunterricht:

    • Um individuelle Bewegungserfahrungen und Lernschritte im Lernfeld "Geräteturnen" zu ermöglichen, gestalten wir in der Sporthalle Bewegungslandschaften. Differenzierte Übungen als Angebote und Lernhilfe sind so besonders gut umzusetzen. Da der Aufwand des Auf- und Abbaus für eine Klasse zu groß ist, wird er in Teamarbeit und Absprache von mehreren Klassen geleistet.

    Bewegungsangebote außerhalb des Sportunterrichts:

    • großzügiges Spielgelände, Freiflächen, Hügel, Sandkiste – die Gerätestationen sind so angelegt, dass sie das Erfahren basaler Fähigkeiten (schwingen, klettern, balancieren, niederspringen) ermöglichen.
    • Spielgeräte in den Klassen (Seile, Stelzen, Pedalos, Balance – Bretter und – Scheiben, Einräder)
    • nach Möglichkeit und bei Bedarf gibt es ein “Frühsport”-Angebot für Kinder mit strukturellen (motorisch oder auch sozial/emotional) Schwächen
    • regelmäßige Schulveranstaltungen (Schwimmfest, Sportfest, Skater-Tag, Radfahrtraining 3./ 4. Jahrgang)

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    Zusatzangebote

     

    Psychomotorik vor Schulbeginn („Frühsport") z. Zt. nicht aktuell!

    Bei Bedarf und nach Möglichkeit bietet eine Pädagogische Mitarbeiterin zwei- bis dreimal wöchentlich vor der ersten Unterrichtsstunde psychomotorische Übungen in der Turnhalle oder dem Bewegungsraum an. Spiele zur An- und Entspannung, Atemübungen und Übungen aus dem Bereich Yoga helfen den Kindern, ihren Körper wahrzunehmen und ihre Muskeln zu spüren. Im Vordergrund steht die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Zentrierung auf den eigenen Körper, um „bei sich selbst anzukommen“. Die Kinder spüren Konzentration auf eine neue Art und sammeln Kräfte für weitere Aufgaben.

     

    Hausaufgabenbetreuung

    Die Hausaufgabenbetreuung findet nach Bedarf statt und bietet von uns ausgewählten Kindern die Möglichkeit, in einer Gruppe in Ruhe und Konzentration selbstständig zu arbeiten. Dadurch, dass der äußere Rahmen vorgegeben ist, werden evtl. Diskussionen, wann und wie Hausaufgaben erledigt werden sollen, hinfällig.

    Eine Pädagogische Mitarbeiterin beaufsichtigt die Anfertigung schriftlicher Hausaufgaben. Sie unterstützt die Kinder darin, ihre Arbeit selbst zu organisieren und eine angemessene Arbeitshaltung zu entwickeln.                                                                                 

    Die Hausaufgabenbetreuung kann und soll jedoch keine Nachhilfe ersetzen.

     

    Frühstück/ Ernährung

    Eltern werden über gesundes Frühstück am ersten Elternabend der ersten Klasse informiert. Die Schüler behandeln im Sachunterricht die Einheit „Gesunde Ernährung“.

    Das gemeinsame Frühstück der Kinder ist fester Bestandteil des Tagesablaufs. Es findet in der Regel vor der 1. großen Pause statt. Wir achten auf gesunde und abwechslungsreiche Kost. Dazu gehören Vollkornbrotsorten mit zuckerarmem Belag, Obst und rohes Gemüse sowie hochwertige Säfte, Schorlen oder Wasser. Die Schule bietet Milch, Kakao, Joghurt – und Vanillemilch und naturreinen Apfelsaft an.

    Häufig wird übersehen, dass gemeinsames Essen und Trinken wesentlich mehr ist als Sättigung: das soziale Miteinander wird gestärkt und die Kommunikation gefördert. Ein gutes, gesundheitsförderndes Frühstück unterstützt die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Kinder und kann der Entwicklung von Übergewicht und anderen Ernährungsproblemen vorbeugen. In einer Zeit, in der gemeinsame Mahlzeiten in vielen Familien keine Selbstverständlichkeit mehr sind, bietet das Klassenfrühstück die Möglichkeit und Chance, ein gesundheitsförderndes Essverhalten zu lernen und zu festigen.
    Gemeinsames Essen motiviert zu einer bewussteren Lebensmittelauswahl und nimmt positiv Einfluss auf die Esskultur und auf geltende Tischsitten.

     

    Umwelterziehung/ Müllvermeidung

    Die Schule hat den wichtigen Auftrag bei Kindern eine Sensibilisierung für die Problematik anzubahnen.

    Im Rahmen der kindlichen Möglichkeiten sollen ihnen Wege vermittelt werden ihren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

    In der Schule bieten sich besonders die Themen Müllvermeidung und  Mülltrennung an.

    Im täglichen Umgang lernen die Kinder den anfallenden Müll nach Altpapier, „grünem Punkt“ und Restmüll zu sortieren. Im Unterricht, besonders im Fach Sachunterricht, werden diese Handlungen erklärt und die Wege des Mülls nachgezeichnet.

    Wichtiger als richtige Mülltrennung ist jedoch die Vermeidung von Müll. Hierzu ist eine Zusammenarbeit mit den Elternhäusern unvermeidlich, um die Familien dafür zu gewinnen, auf Einwegverpackungen möglichst ganz zu verzichten. Besonders im Rahmen des Schulfrühstücks wäre es wünschenswert auf o.g. Verpackungen zu verzichten und auf Brotdosen und wieder befüllbare Getränkeflaschen zurückzugreifen.

     

    Klassenfahrten

    Klassenfahrten sind ein wichtiges Element des Bildungs – und Erziehungsauftrages der Schule. Mit ihnen werden pädagogisch sinnvolle Ziele verfolgt, wie z.B. Stärkung der Klassengemeinschaft, Förderung der Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, Naturbegegnung, Lernen an außerschulischen Lernorten und thematische Weiterarbeit an Lerninhalten. Die Aktivitäten von Klassenfahrten sollen Bezug zum Unterricht aufweisen.

    Klassenfahrten finden in der Regel alle zwei Schuljahre statt. Ihre Dauer beträgt zwei bis fünf Tage. Als anfängliches Reiseziel werden meist Orte in der näheren Umgebung angesteuert.

    Um die Aufsicht der Kinder zu gewährleisten, nimmt eine zusätzliche Begleitperson an der Klassenfahrt teil.  

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    Lernentwicklung/ Zeugnisse

    Zeugnisse in der Grundschule dienen in erster Linie der Information der Eltern über die Lernfortschritte, den Leistungsstand und über Lernstärken und Lernschwierigkeiten. Darüber hinaus informieren unsere Zeugnisse ausführlich über das Arbeits- und Sozialverhalten.

    Nicht nur das Fachwissen findet Eingang in die Bewertung, sondern auch die Kompetenzen auf allen anderen Gebieten der Schlüsselqualifikationen. Somit wird nicht nur das Endprodukt bewertet, sondern auch der Prozess der Entstehung.

     

    Hinsichtlich der Versetzung ist begrifflich zu unterscheiden zwischen

    • der Versetzung, eine am Ende eines Schuljahres durch Konferenzbeschluss ausgesprochene Zuweisung in den nächsthöheren Schuljahrgang der besuchten Schulform (im 2. und 3. Schuljahrgang) und
    • dem Aufrücken, einem Wechsel in den nächsthöheren Schuljahrgang ohne Versetzung (im 1. und am Ende des 4. Schuljahrganges mit dem Wechsel in die weiterführende allgemeinbildende Schule).

    Soweit Versetzungen vorgeschrieben sind, ist eine Schülerin oder ein Schüler zu versetzen, wenn mindestens zwei der drei Lehrgänge (Lesen, Schreiben, Rechnen) erreicht worden sind (2. Schuljahrgang) oder die Leistungen in allen Fächern mindestens mit ausreichend bewertet worden sind (3. Schuljahrgang). Nicht ausreichende Leistungen können in begrenztem Umfang ausgeglichen werden. Besonders leistungsfähige und motivierte Schülerinnen und Schüler, bei denen der Notendurchschnitt des Zeugnisses gut oder besser ist oder entsprechende Aussagen in den Lernentwicklungsberichten enthalten sind, können auf Beschluss der Klassenkonferenz und mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten einen Schuljahrgang überspringen.

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    Dokumentation der individuellen Lernentwicklung

    Im Schuljahr 2006/07 haben wir für die damaligen ersten Klassen einen Kriterienkatalog für die Bereiche Mathematik, Deutsch und Sozial- / Arbeitsverhalten entwickelt, der als Einstieg in die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung diente. Mithilfe einer PC-unterstützten Vorlage (Excel-Datei) lassen sich aus unserer Sicht die vielfältigen Aspekte umfassend und aussagekräftig beschreiben, zugleich wird aber auch der Arbeitsaufwand in angemessenem Rahmen gehalten. Die einzelnen Kriterien werden dabei auf einem Klassenbogen für jedes Kind mit den Zeichen (+), (o) oder (–) beurteilt. Das Programm überträgt diese dann automatisch in ein Schüler/innenblatt, welches anschließend mit zusätzlichen Bemerkungen ergänzt und am Ende des Schuljahres ausgedruckt werden kann. Im ersten Schuljahr werden solche Beschreibungen dreimal, in den folgenden Jahren je zweimal durchgeführt. Sie dienen der genauen Erfassung der Lernentwicklung eines Kindes und sollen die zielgenaue individuelle Förderung unterstützen. Die Arbeit mit dieser Dokumentationsform wird in den kommenden Jahren kritisch auf seine Aussagekraft und Handhabbarkeit überprüft und ggf. modifiziert. Auch im Erfahrungsaustausch mit den anderen Schulen im Gemeindebereich sollen effektive und sinnvolle Möglichkeiten gefunden werden, die individuelle Lernentwicklung eines/r Schülers/in dem Erlass entsprechend zu beschreiben.

     

    Berichtszeugnisse

    Erstmalig am Ende des ersten und dann im zweiten Schuljahrgang erhält ein Kind ein Berichtszeugnis. Darin werden Lernstände, Arbeits- und Sozialverhalten sowie Interessen und Fähigkeiten und Fertigkeiten beschrieben. Die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer entscheidet, ob das Berichtszeugnis in der 3. Person (Er/Sie-Form) oder in der 2. Person (Du-Form) geschrieben wird. Die Zeugnisse sollen so informativ sein, dass auch Leistungsschwächen deutlich werden.

     

    Zeugnisse

    Im dritten und vierten Schuljahrgang werden Notenzeugnisse erteilt, die durch die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung in Eltern-, Schülerinnen- und Schülergesprächen ergänzt werden.

    Im Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen heißt es: „Die Abweichungen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung und -bewertung sind in den Zeugnissen zu vermerken, nicht jedoch in Abgangs- und Abschlusszeugnissen; bei diesen gelten die allgemeinen Grundsätze der Leistungsbewertung.“ Das kann zur Folge haben, dass eine Zensur im Zeugnis ausgesetzt und durch eine Lernstandbeschreibung ersetzt werden kann.

     

    Schullaufbahnempfehlungen

    Die Entscheidung über die Schulform, in die ein Kind nach der Grundschulzeit wechseln soll, treffen die Eltern in eigener Verantwortung. Vor dieser Entscheidung führt der Klassenlehrer/ die Klassenlehrerin ein Beratungsgespräch vor Ende des 1. Schulhalbjahres der 4. Klasse mit einer Trendempfehlung und gibt am Ende des 4. Schuljahrgangs eine Empfehlung für die geeignete weiterführende Schulform im Sekundarbereich I ab. Bei der Empfehlung ist das Wohl des Kindes ausschlaggebend. Die Fähigkeiten, Interessen, Eigenschaften, das Arbeits- und Sozialverhalten und insbesondere die schulische Lernentwicklung des Kindes werden berücksichtigt. Das Kind soll gute Chancen auf Erfolgserlebnisse haben, um die Lernfreude und Lernmotivation zu erhalten.

    Das niedersächsische Schulsystem ist durchlässig, so dass in jeder weiterführenden Schulform im Sekundarbereich I alle Abschlüsse, einschließlich des Erweiterten Sekundarabschlusses I (Berechtigung zum Wechsel in die Sekundarstufe II des Gymnasiums) erworben werden können. 

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    Elterngespräche

    Das Niedersächsische Schulgesetz betont die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus bei der Wahrnehmung der erzieherischen Aufgaben. Ein regelmäßiger Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus erleichtern es, die Wechselwirkung von schulischen und außerschulischen Erziehungs- und Lerneinflüssen miteinander abzustimmen.

    Der persönliche Kontakt kann nicht nur dem Austausch über die Lernentwicklung dienen, auch Informationen zu besonderen Belastungen und Situationen eines Kindes sind oft wichtig, um die schulische Situation besser nachzuvollziehen.

    Zweimal im Jahr bieten Klassenlehrer ggf. gemeinsam mit den entsprechenden Fachlehrern Elternsprechtage an, darüber hinaus finden bei Bedarf auch während des Schuljahres Elterngespräche statt.

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    Besonderheiten

     

    Waldtag

    nur zeitweise aktuell!_________________________________________________

    Im Wald kann Unterricht den unterschiedlichsten Lerntypen und Lernausgangslagen gerecht werden. Gerade Kinder, die im Klassenraum durch überhöhten Bewegungsdrang, mangelnde Konzentrationsfähigkeit auffallen, um sich herum eine Menge Unruhe verbreiten, sind im Wald ganz „normale“ Schüler, die herumtoben wie alle anderen Kinder auch, die aber – anderes als im Klassenraum – gemeinsam mit ihren Mitschülern auch beschauliche Momente und Stille mittragen können. Wie viel spannender und anschaulicher ist es schließlich auch z.B. Sachunterricht nicht anhand von Abbildungen oder Filmen sondern direkt vor Ort zu erleben, z.B. ein Eichhörnchen beim Verstecken seines Wintervorrates zu beobachten oder die Jahreszeiten anhand der sich verändernden Bäume (Blüte, Blätter, Früchte) wahrzunehmen oder sich selbst im Herbstlaub zu vergraben und die Wärme zu spüren, um dann durch das eigene Erlebnis zu verstehen, warum Tiere (Igel, Insekten) dies tun um die Kälte des Winters zu überleben.

    Wald bietet zudem den Freiraum, dass jedes Kind seinen individuellen Arbeitsplan dann bearbeiten kann, wenn es neue Kräfte zum Lernen getankt hat. So gibt es auch im Wald ein „Klassenzimmer“, in das die Kinder zum Arbeiten zurückkehren und drum herum sehr viel Platz zum Toben, Hüpfen, Springen, Balancieren, Schaukeln, Bauen, Spielen, so dass die Kinder, die gerade arbeiten, nicht gestört werden. Der Unterricht ist hier nicht gebunden an einen 45-Minuten-Takt!

    Wald bietet darüber hinaus die unterschiedlichsten Arbeits- und Anschauungsmaterialien für einen individuellen Unterricht. Für den Anfangsunterricht ist hier alles vorhanden. Lerninhalte können ganzheitlich erfahren werden, alle Sinne des Kindes werden angesprochen. Die unterschiedlichsten Dinge (Zapfen, Blätter, Stöckchen, Bucheckern ...) können gesammelt, gezählt, sortiert, zugeordnet, später addiert bzw. subtrahiert, gebündelt werden. Zahlmengen können auf Stöcken geklopft und gehört werden, unter Laub versteckte Mengen von Zapfen können ertastet werden. Zahl – oder Buchstabenformen können mit Wald – Materialien gelegt und begangen werden. Dabei kann gleichzeitig die Geschicklichkeit im grobmotorischen Bereich (balancieren) geübt werden. Und so viel mehr Spaß machen Lockerungs- und Schwungübungen für die Feinmotorik mit den Händen im weichen Waldboden!

    Aber nicht nur für den Anfangsunterricht bietet der Wald viele Realisierungsmöglichkeiten Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden. Auch für den Unterricht in einer 3. oder 4. Klasse ist der Wald bestens geeignet. Anschaulich können hier beispielsweise Größen erfahren werden: Längenmaße durch direkten Vergleich mit Materialien aus dem Wald, durch Messen mit „selbstgebauten“ Meterstöcken. Vieles gibt es zu messen und ist dann auch noch sinnvoll (!): Länge von verschiedenen Zapfen (wichtig beim Bestimmen von Zapfen Fichte oder Tanne oder Kiefer oder ....?), Länge und Breite von Tierspuren, Höhe von Bäumen, Umfang/Durchmesser von Baumstämmen.

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    Theater

    Sprechen, spielen, darstellen, verkleiden, in andere Rollen schlüpfen, das alles geht beim Theaterspielen.
    Seit Jahren ist unsere Schule als Austragungsort im Rahmen des Niedersächsischen Schultheaterfestivals bekannt und erfreut sich regelmäßig einer großen Zuschauerzahl. Nicht allein, dass in Zusammenarbeit mit Eltern dieses große Ereignis vorbereitet und ausgerichtet wird, meist nehmen auch einzelne Klassen aktiv mit eigenen Beiträgen teil.

    Neben diesem Highlight ist Theaterspielen fest in unseren Schulalltag integriert. Aus einzelnen Unterrichtsvorhaben entwickeln sich die verschiedensten Spielarten, z. B. Märchenstücke, Schatten – und Singspiele, Pantomime und Stegreifspiele. Dabei bauen die Kinder ihre Kommunikationsfähigkeit aus, schulen ihr Ausdrucksvermögen und stärken ihr Selbstbewusstsein. Das Einüben und Aufführen von Theaterstücken sehen wir als eine Möglichkeit fächerübergreifendes Lernen auf spielerische Weise umzusetzen; dazu gehört das Herstellen von Kulissen, Kostümen und Masken ebenso wie das Schreiben und Entwickeln von Spielszenen, Plakaten und Einladungskarten (Bühne, Verstärkeranlage, Fundus, Theaterfestival, jährliche Vorführungen aus dem Unterricht heraus).

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    Schulgarten

    Vor etwa 10 Jahren wurde unser Schulgarten ins Leben gerufen. Mit viel Elternhilfe und kreativer Tatkraft einiger Kolleginnen wuchs er beständig und bietet mittlerweile eine große Anzahl an individuellen Erfahrungsbereichen für unsere Kinder. So gibt es heute einen Teich mit Wasserpumpe und Wasserzulauf, verschiedenste Obstbäume und Beerensträucher, eine kleine Trockenmauer, ein Frühbeet, den Kräutergarten mit Heil- und Küchenkräutern und einen mit Buchsbaumhecken angelegten Bauerngarten. Darüber hinaus stehen für größere Versuchsprojekte weitere Flächen zur Verfügung, etwa für einen Kartoffelacker oder ein Getreidefeld. Im Jahr 2001 entstand ein Gartenhaus im schwedischen Stil, in dem alle Arbeitsgeräte untergebracht sind. Im Sommer 2007 kamen Tische und Bänke hinzu, bei unserer Herbstaktion 2010 wurde die Terrasse vor dem Gartenhaus ausgebaut. Dieses “grüne Klassenzimmer” bietet die Möglichkeit, mit einer ganzen Klasse vor Ort Unterricht durchzuführen, entweder zum Thema Garten oder auch anderes, z.B. Kunst ...

    Hier ist ein Gelände entstanden, das die Atmosphäre der Schule entscheidend prägt. Auch für Radfahrer/Spaziergänger ist der Schulgarten mit seinen verschiedenen Bereichen und den vielen Blumen und Früchten in den letzten Jahren ein beliebter Rastplatz geworden.

    Das Fortbestehen gelang aber nur durch das große Engagement einer Kollegin und einer Gruppe von Eltern, die die Gestaltung und Pflege übernommen haben. Ihnen gilt auch an dieser Stelle großer Dank. Eltern oder auch Großeltern, die Lust haben, mitzuwirken, sind jederzeit herzlich willkommen (siehe auch Punkt 3.4.6.).

     

    Schulbücherei

    Hier ist noch ein Beitrag (Organisatoren) geplant _________________________!

     

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    Neue Medien

    Der sachgerechte Umgang mit Medien verschiedenster Art ist in der heutigen Zeit ungeheuer wichtig, denn wir leben in einer Lern- und Wissensgesellschaft, in der lebenslanges Lernen von jedem gefordert wird.

    Die Kinder unserer Schule lernen deshalb nicht nur den Umgang mit verschiedensten Nachschlagewerken, das Ausleihen und Nutzen entsprechender Fachliteratur aus unserer schuleigenen bzw. den umliegenden Bibliotheken, sondern auch den Umgang mit dem Computer.

    In den Klassenräumen befindet sich jeweils mindestens ein Multimedia-Rechner mit altersgerechter Lernsoftware. Diesen nutzen wir im Unterricht zur differenzierten Arbeit in den Wochenplänen, während der Freiarbeit oder auch zur speziellen Förderung einzelner Kinder. Fast alle Rechner sind vernetzt, d.h. sie verfügen über einen Internetzugang und können auch Programme des Servers nutzen.
    Wichtig ist anzumerken: Computerarbeitsplätze sind nur ein Bestandteil des Klassenzimmers, z. B. in der Medienecke als eines unter vielen anderen Medien. Computer verdrängen nicht klassische und bewährte Unterrichtsmedien, sondern sie bereichern die Unterrichtsgestaltung.

    Unsere „PC-Lerninsel“ und das Schul-Netzwerk wurden in den Jahren 2003 - 2005 von sehr aktiven und fachkundigen Eltern (“Computer-AG”) mit großem Arbeitseinsatz eingerichtet.
    Die Lerninsel verfügt über fünf Arbeitsplätze, die gut zu zweit genutzt werden können. Die PC sind ebenfalls vernetzt, internetfähig und mit der gleichen Software ausgestattet, wie die Computer in den Klassenräumen.
    Ab der 3. Klasse nutzen die Schüler/innen diese Lerninsel z.B. für Internetrecherchen (Suchmaschinen für Kinder), Vorbereitung von Präsentationen, Finden von Material für Poster, und Vorträge (Bild und Text).
    Seit dem Schuljahr 2006/07 kümmert sich der Schulträger um die Systemadministration. Die Personalkosten teilen sich die Gemeinde und das Land.

    Die schulische Nutzung von Computern und Internet dient nicht nur der inhaltlichen Informationsbeschaffung. Medienerziehung und die Aufklärung z.B. über die Gefahren der Datenspeicherung oder jugendgefährdende Sites sind wichtige Aspekte unserer diesbezüglichen Arbeit.

     

     

    Unterschiedliche Kooperationen

    Als Schule ist uns eine Öffnung nach außen wichtig:

    Unsere Eltern, die mit uns zusammenarbeiten und uns in vielen Bereichen des Schullebens und des Unterrichts unterstützen, sind für uns von großer Bedeutung.

    Zudem sind wir in regelmäßigem Austausch mit den anderen Schulen im Gemeindebereich Gnarrenburg sowie mit unserem Schulträger.

    Besonderes Augenmerk legen wir auf den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule. Eine enge Verzahnung der beteiligten Einrichtungen sowie die Beratung der Eltern und ihre Einbeziehung in den Übergangsprozess haben sich sehr bewährt.

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    Kooperation mit Eltern

    Eine gute Kooperation zwischen Eltern, der Schulleitung, Lehrer/innen und Erzieher/innen wird an der Klenkendorfer Mühle groß geschrieben.

    Die Ansprüche vieler Eltern an unsere Schule sind hoch, gleichfalls jedoch auch deren Bereitschaft, die Schule in ihrer Arbeit zu unterstützen. Aktive und interessierte Eltern sind ausdrücklich erwünschte und wichtige Partner der Schule. Sie tragen erheblich zum Erfolg der Schule bei. Im Zusammenschluss mit anderen Eltern, durch kontinuierliche Information und regen Erfahrungsaustausch können sie über die übliche Gremienarbeit hinaus das Schulleben mit gestalten.

    Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Schule sich in ihrer Arbeitsweise und auch mit ihren Problemen den Eltern transparent macht. Wir versuchen, dieser Aufgabe durch schriftliche Information (Homepage, Elternbriefe), Elternabende oder vor allem durch persönliche Gespräche nachzukommen. Auch Angebote zu Unterrichtshospitation, spontanen Terminabsprachen und Telefonaten bei akuten Problemen/Fragen sollen den vertrauensvollen Austausch zwischen Eltern und Pädagogen gewährleisten.

    Viele Eltern unterstützen die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Unterricht durch ihre persönliche Mithilfe im Unterricht oder bei Veranstaltungen und schulischen Feierlichkeiten. Sie engagieren sich bei Renovierungsarbeiten, Baumaßnahmen und Umräumaktionen durch aktive Mithilfe und kümmern sich um die Organisation von Sach- und Geldspenden.

    Beispielhaft seien hier erwähnt:

    • Einmal jährlich findet ein großer „Herbstputz“ des Schulgeländes statt.
    • Um die Grundversorgung des Schulgartens kümmert sich regelmäßig eine kompetente und fleißige Elterngruppe.
    • Einige Mütter unterstützen mit viel Elan die Schul-Bücherei. Sie aktualisieren den Buchbestand und organisieren Finanzierungen.
    • Unsere Computer-Eltern-AG hat in (wirklich!) vielen Stunden unser Schulnetzwerk aufgebaut und die PC-Lerninsel eingerichtet.

    Wesentlich für ein gutes Klima an der Klenkendorfer Mühle ist die ständige interne Kommunikation, sowohl zwischen den Pädagoginnen/Pädagogen und Eltern, als auch der Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander. Die Elternvertreter versuchen den Informationsfluss zwischen Eltern, Schulgremien und der Schulleitung zu sichern. Sie bereiten Elternversammlungen in Absprache mit den Lehrern/innen vor und führen sie durch. Rückmeldungen zur inhaltlichen und pädagogischen Arbeit nehmen wir gerne entgegen.

    Die Kommunikation außerhalb der Schule wird von Eltern gelenkt und unterstützt durch z. B. aktive Öffentlichkeitsarbeit, „Mundpropaganda“, Äußerung der Interessen von Eltern und Schule im öffentlichen Lebensraum, bei Behörden, Institutionen usw.

    Aus unserer Sicht sind Erziehung und Bildung die gemeinsame Aufgabe von Familie und Schule. Nur wenn sich alle Beteiligten im gemeinsamen Dialog der Verantwortung stellen, können die Anforderungen zum Wohle der Kinder bewältigt werden.

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    Kooperation mit vorschulischen Einrichtungen

    Die Grundschule Klenkendorfer Mühle und die Kindertagesstätten sowie des Wald-Kindergartens können auf viele Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zurückblicken. Schulbesuchstage der zukünftigen Erstklässler und Einladungen zu Theatervorstellungen gehören schon lange zum „Programm“. Auch der pädagogische Austausch der Mitarbeiter/innen dieser Einrichtungen über die Schulfähigkeit und die Klassenbildung zukünftiger Erstklässler ist über Jahre schon fester Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschule.

    Im Jahr 2003 wurde das Verfahren „Fit in Deutsch“ zur Feststellung des Sprachstandes in Deutsch zehn Monate vor der Einschulung von dem Niedersächsischen Kultusministerium ins Leben gerufen. Zielsetzung des Verfahrens ist, dass Kinder, die über keine oder nur über sehr unzureichende Deutschkenntnisse verfügen, im letzten halben Jahr vor der Einschulung durch zusätzliche Sprachfördermaßnahmen unterstützt werden sollen. Seit 2006 ist der Sprachunterricht vor Schulbeginn auf das gesamte letzte Jahr vor Schulbeginn erweitert worden. Im Rahmen dieser vorschulischen Sprachförderung sind neue Aufgabenbereiche erwachsen, die eine intensivere Zusammenarbeit dieser Einrichtungen mit sich brachte.

     

    Die Grundschule Klenkendorfer Mühle und die Kindergärten haben ihre gemeinsame Arbeit seitdem weiterentwickelt. So wurden z.B. Kontakte zum Heilpädagogischen Kindergarten Selsingen und dem Logopädischen Therapiezentrum Kramelheide intensiviert, da auch in diesen Einrichtungen Kinder vorschulisch betreut werden, die als zukünftige Erstklässler die Grundschule Klenkendorfer Mühle besuchen werden.

    Neben dem Kennen lernen der „anderen Einrichtungen“ und des Wunsches zum professionellen Austausch sind in Bezug auf die Zusammenarbeit konkrete Vorhaben realisiert worden:

    • Fortbildungsveranstaltungen werden von MitarbeiterInnen beider Einrichtungen gemeinsam besucht.
    • Sprachstandfeststellungen werden von MitarbeiterInnen beider Einrichtungen gemeinsam geplant und durchgeführt.
    • Übergänge zur Schule von Kindergartenkindern mit speziellen Bedürfnissen werden gemeinsam vorbereitet durch z.B.:
      - Hospitationen von Lehrkräften im Kindergarten
      - Erfahrungsaustausch der MitarbeiterInnen beider Einrichtungen
      - Diagnostische Einschätzung von Kindern
      - Zusammenarbeit/Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten

    Durch diese Zusammenarbeit mit vorschulischen Bildungseinrichtungen hat sich die Möglichkeit der ganzheitlichen Beobachtung, der diagnostische Einschätzung und Förderung von Kindern als Grundlage für einen adäquaten Übergang von Kindergarten zur Schule deutlich verbessert.

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    Kooperation mit anderen Schulen

    Die Schulleitungen der Schulen im Gemeindebereich treffen sich regelmäßig, um sich über ihre Arbeit, über jeweilige pädagogische Schwerpunkte/Probleme und natürlich auch über schulorganisatorische Dinge auszutauschen bzw. abzustimmen.

    Ein wichtiges Thema stellt der Übergang der Viertklässler in eine der weiterführenden Schulen dar. Kriterien für die Laufbahnempfehlungen werden diskutiert, es findet ein zentraler Elternabend dazu statt und etwa ein halbes Jahr nach dem Schulwechsel werden bei einem Treffen der ehemaligen und aktuellen Klassenlehrer/innen Rückmeldungen/Erfahrungen ausgetauscht und über Hintergründe/Möglichkeiten beraten.

    Mit der Schule für Lernhilfe (Schule am Mahlersberg) arbeiten wir seit Jahren eng zusammen. Im Zuge bestehender Integrationsmaßnahmen und für die Bereiche Prävention, Kooperation und Beratung sind z. Zt. zwei Förderschullehrkräfte stundenweise zu uns abgeordnet.

    Falls Kinder körperliche Behinderungen oder Probleme im in ihrer emotional-sozialen Entwicklung haben, können wir Unterstützung von ROBUS-Beratern/innen bzw. den Mobilen Diensten und ggf. auch die Erstellung eines Förderschulgutachtens beantragen.

     

    Kooperation mit Schulträger und außerschulischen Partnern

    Die Gemeine Gnarrenburg als Schulträger ist für die gesamte materielle Ausstattung der Schule verantwortlich. Jährlich wird im Rahmen der Haushaltplanung über die weiteren Anschaffungen/Investitionen beraten, um unsere Schule entsprechend den aktuellen Anforderungen zu gestalten.

    Auch für die personelle Absicherung durch Hausmeister, Sekretärin und die Reinigungskräfte ist der Schulträger zuständig. Aufwändigere Arbeiten werden teilweise mit Unterstützung des gemeindlichen “Bauhofes” erledigt.

    Der Bürgermeister oder weitere VertreterInnnen des Schulträgers werden zu schulischen Feiern und anderen wichtigen Ereignissen eingeladen.

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    BAUSTEINE im Gemeindebereich

    Ein im Jahre 2006 gegründetes Forum ist „Bausteine“. Hier treffen die Leitungen aller Schulen und vorschulischen Einrichtungen im Gemeindebereich sowie deren verschiedenen Elternvertretungen zusammen. Auch der Schulträger und die Kirche beteiligen sich an diesem Forum. Die selbst gesetzte Aufgabe von „Bausteine“ ist die Auseinandersetzung mit übergreifenden pädagogischen (familienpolitischen, erziehungsrelevanten) Themen und die Vorbereitung/Durchführung gemeinsamer Angebote/Veranstaltungen. Dieses ist über den Gemeindebereich hinaus auf großes Interesse bei Eltern, Pädagogen/innen und Politikern gestoßen.

     

    auch noch beschreiben!________________________
    : Feuerwehr, Polizei, Jugendamt, Sportvereine, Kirche, Ausbildungsseminar ???

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